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Das Stadtgut Hobrechtsfelde wurde in den Jahren von 1898 bis 1908 im Rahmen der Anlage von Rieselfeldanlagen und der Kanalisation Berlins errichtet.

Der Speicher sollte die auf den Feldern des Stadtgutes geernteten Getreidebestände mit geringem Personalaufwand sicher lagern und nach Bedarf für die in einem Anbau befindliche Futtermühle zur Versorgung der gutseigenen Schweinezuchtanlage zur Verfügung stellen.

 

Vogelperspektive Aufnahme Till Schuster
Luftbild 1953

Seinen Namen erhielt dieses Stadtgut nach dem gleichnamigen Regierungsbaumeister und Stadtplaner James Hobrecht, (31.Dezember 1825 bis 8.September 1902). Er war der Hauptverfasser des nach ihm benannten Planes zur planmäßigen Vergrößerung des Berliner Stadtgebietes, dessen Ausführung schon im Jahr 1862 genehmigt wurde. Infolge des massiven Zuzuges im Verlaufe der Industrialisierung Berlin überstiegen die Bevölkerungszahlen die bisherigen Möglichkeiten der Infrastruktur erheblich, so dass katastrophale Zustände in der Stadtentwicklung drohten. Insbesondere wurde mit diesem Plan ein strukturiertes Wasser- und Abwassersystem ("Radialsystem") zur Verbesserung der Hygiene in der Großstadt Berlin geschaffen. Die Stadtgüter hatten dabei eine doppelte Rolle zu erfüllen: Einerseits den sicheren Betrieb der Rieselfelder zur Entsorgung der städtischen Abwässer zu leisten und andererseits auf entsprechenden wechselnden Teilflächen derselben durch Gemüse- und Getreideanbau die Versorgung der wachsenden Großstadt aus der Nähe sicher zu stellen. Dieser Plan machte Berlin für lange Zeit zur saubersten Stadt der Welt und funktioniert in seinen Grundzügen bis heute, wenngleich u.a. die Rieselfelder in den letzten Jahrzehnten durch modernere und effizienter reinigende Klärwerke ersetzt wurden. Er stellt damit ein sehr frühes Beispiel für eine großräumig organsierte Kreislaufwirtschaft dar.

Aufnahme Till Schuster
historische Aufnahme

Das Mustergut um 1920

Mustergut um 1920

...und 2021

Kornspeicher 2021

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Der Förderverein Naturpark Barnim e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt, das in Deutschland einmalige technische Denkmal zu sanieren und als Ort für Umweltbildung und Kultur zu entwickeln. In den vergangenen Jahren ist es mit Hilfe von EU-Fördermittelm und vielen Partnern gelungen erste Schritte dahin zu unternehmen.

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